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Viamonda Reisejournal

Rumänien – Mehr als Graf Dracula

Zeitreise ins Land der Gegensätze

Wer schon viel gereist ist in Europa und gerne ein Land abseits der grossen Touristenströme entdecken möchte, dem kann ich Rumänien wärmstens empfehlen!

Ein «Muss» in der Hauptstadt Bukarest, auch «Paris des Ostens» genannt, ist die Besichtigung des Parlamentspalastes. Hier wird vor Augen geführt, welchem Grössenwahn und Prestige dessen Erbauer Nicolae Ceausescu unterworfen war. Auf einer Führung durch das zweitgrösste Gebäude der Welt erhalten wir Einblick in einen Teil der tausend Räume und dreissig Sitzungssäle. Alles aus feinstem Handwerk und mit Materialien ausschliesslich aus Rumänien erbaut. Über Geschmack kann man geteilter Meinung sein; aber dieses Bauwerk lässt bestimmt niemanden unberührt.

Rumänien ParlamentspalastParlamentspalast in Bukarest

Das gastfreundliche Rumänien hat sich seit dem Sturz des Diktators mächtig gewandelt und ist seit 2007 Mitglied der EU. Es ist schön zu sehen, dass es heute vielen Menschen gut geht – in manchen Gegenden glaubt man sich fast in der Schweiz oder Deutschland. Auch die vielerorts gepflegte Infrastruktur macht uns das Leben als Reisende angenehm und überall werden wir freundlich empfangen. Unsere Erwartungen werden mehr als übertroffen!

Gute Strassen führen durch liebliche Landschaften, schöne Täler und typische Dörfer mit meist nur eingeschossigen Häusern. Auf den Telefonmasten entlang der Strassen nisten Störche, ab und zu ist ein Pferdekarren unterwegs und im Kontrast dazu sichten wir auch ultramoderne Landmaschinen – das ganze Entwicklungsspektrum ist hier noch zu sehen. Die Besucher werden überrascht durch neue Hotels und herausgeputzte, hübsche Dorfkerne mit gemütlichen Fussgängerzonen, welche zum Einkaufen und Verweilen einladen.

Rumänien Sibiu MarktStädtchen Sibiu

Rumänien ist ein Land mit einer sehr reichen und oft verwirrenden Geschichte. Bedingt durch seine Lage zwischen Ost- und Westmächten war es immer wieder Schauplatz von Auseinandersetzungen. Über viele Jahrhunderte wanderten Menschen aus verschiedenen Kulturen, Religionsgemeinschaften und Bevölkerungsgruppen ein und prägten das Land. Besonders in den vielseitigen Traditionen und in der abwechslungsreichen Küche sind diese Einflüsse noch immer präsent. Heute leben nicht weniger als 19 offiziell anerkannte Minderheiten erstaunlich friedvoll nebeneinander.

Unsere Reise führt schwerpunktmässig durch Siebenbürgen (Transsilvanien). In der reizvollen Landschaft stehen viele Kirchenburgen – jede ähnlich und trotzdem einzigartig. Besonders sympathisch ist es, wenn der Pfarrer persönlich durch das Gebäude führt! Lange Geschichten von makaber bis prunkvoll hören wir bei zahlreichen Schlössern und Burgen. So geniessen wir die angebliche Residenz «Graf Draculas» (die Törzburg) genauso wie die zauberhafte Sommerresidenz ehemaliger rumänischer Könige.

Dracula Castle BranDie Törzburg

Durch die bewaldete Gebirgsregion der Karpaten, wo die letzten noch intakten Braunbären-, Wolfs- und Luchspopulationen Europas leben, geht die Reise weiter in Richtung Donaudelta und Schwarzes Meer. Bald wird es flacher: Wir durchfahren lange Alleen und auf beiden Seiten reichen die riesigen Felder bis zum Horizont. Einen besonderen Akzent setzen die grossen, modernen Windkraftanlagen, welche hier Energie erzeugen.

Die Donaudelta-Landschaft ist ein Natur-Paradies: Pelikane, Kormorane und zahlreiche andere Vogelarten haben hier inmitten üppiger Vegetation ihre Heimat. Unzählige Nebenflüsse und zauberhafte Seen mit ausgedehnten Seerosenfeldern machen das Gebiet zu einem Ort der Erholung. Gemütlich lassen wir die Reise ausklingen und geniessen die Ruhe der Natur, bevor es via die lebendige Hauptstadt Bukarest wieder zurück in die Schweiz geht.

Rita Eppenberger, Reiseleiterin

Rumänien Donau Delta SeerosenSeerosen im Donaudelta

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