Das können Sie tun

Schlagworte wie «Overtourism» und der «Greta-Effekt» werden heftig debattiert. Aber wie kann jeder Einzelne seine Reise nachhaltiger gestalten? Tipps vom Experten.

Wer weiterhin reisen will oder muss, gerät aufgrund der Klima- und Nachhaltigkeitsdebatte zunehmend unter Druck und wird gezwungen, sich Gedanken über die Nachhaltigkeit seiner Reisen zu machen. «Jeder einzelne Tourist kann seinen Teil dazu beitragen, um seine Reise möglichst umwelt- und sozialverträglich zu gestalten», sagt Roland Schmid, Experte für Umwelt & Soziales beim Schweizer Reise-Verband (SRV). Und dies, ohne dass dabei der Genussfaktor zu kurz kommt. Folgende Tipps gilt es zu berücksichtigen.

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Flüge kompensieren

Wer bewusst reist, kann auch nachhaltig und genussvoll reisen. Um den CO2-Fussabdruck klein zu halten, gilt: verzichten, reduzieren, kompensieren. So kann der Reisende auf mehrere Kurzreisen verzichten, dafür eine längere Nah- oder Fernreise unternehmen oder nonstop direkt und nicht ‘via’ fliegen oder den CO2-Ausstoss kompensieren.

Berechnen Sie die CO2-Emission Ihrer Flüge und kompensieren Sie diese mit der Unterstützung von Projekten, welche die entsprechenden CO2-Menge einsparen. So verkleinern Sie Ihren ökologischen Fussabdruck deutlich.

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Menschen und Kinderrechte achten

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Sonne, Sand, Strandvergnügen. So schön können Ferien sein. Für rund 2 Millionen Kinder hat der Tourismus aber eine Schattenseite. Sie werden ins Sexgewerbe gezwungen. Kindersextourismus ist in vielen Feriendestinationen ein lukratives kriminelles Geschäft. Aus Umfragen wissen wir: Schweizer Reisende tolerieren Kindersextourismus nicht und wollen sich dagegen engagieren. Gemeinsam mit Ihnen möchte die Stiftung Kinderschutz Schweiz nun bewusst hinsehen und couragiert handeln. Denn Kinder sind Kinder – überall. Ihnen gebührt Schutz und Unterstützung.

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Respekt vor Natur und Umwelt

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Der achtsame Umgang mit der Natur und der Umwelt ist ein Zeichen von Respekt. Dazu gehören:

• Der sparsame Umgang mit Wasser und Energie
• Das Vermeiden von unnötigem Abfall
• Keinen Abfall in der Natur hinterlassen, sondern fachgerecht entsorgen oder mitnehmen
• Touristische Angebote mit Tieren nur nutzen, wenn die Grundsätze des Tier- und Artenschutzes eingehalten werden

Transportmittel und Reisedauer

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Um den ökologischen Fussabdruck kleinzuhalten, gilt: vermeiden, reduzieren, kompensieren. Die Wahl des Transportmittels ist wichtig. Für kürzere Strecken empfehlen sich Bus und Bahn, deren Klimabilanz viel besser ist als jene des Flugzeugs. Ein klimafreundliches Fahrzeug ist aber nicht allein entscheidend. Es stellt sich immer auch die Frage, wie viele Menschen zusammen über welche Distanz in welchem Verkehrsmittel unterwegs sind. Wer nicht auf das Flugzeug verzichten will, sollte eine Airline wählen, die neuere Flugzeuge einsetzt und wo möglich den Direktflug wählen. Zudem sollte man wenn möglich weniger, dafür länger verreisen.

Die Wahl der Unterkunft

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Diverse Umfragen bestätigen, dass die Zahl der Reisenden, welche sich für eine nachhaltig geführte Unterkunft interessieren, steigt. Auch bei der Wahl von Kreuzfahrten wird das Kreuzfahrten-Ranking des Naturschutzbundes Deutschland vermehrt beachtet. Die NGO Global Sustainable Tourism Council (GSTC) hat wie z.B. auch TourCert ebenfalls Anforderungen formuliert, die von Hotels und Reiseveranstaltern erfüllt werden sollten, um die Ressourcen zu schonen. Mehr dazu

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