Mit Vögele Reisen vom traditionellen Norden in den modernen Süden Vietnams

Zum ersten Mal in meinem Leben besuche ich auf der Vietnam-Rundreise mit Vögele Reisen Asien. Entsprechend gespannt bin ich auf die Eindrücke und Erlebnisse, die mich unterwegs erwarten. Während zwölf Tagen lerne ich gemeinsam mit 12 weiteren Reiseteilnehmer Land und Leute kennen. Unser Reiseleiter Hubert Strässle begleitet die Gruppe. Ich lade Sie herzlich ein, uns auf diesem Blog durch Vietnam folgen.

Reiseblog von Ladina Scheucher, 5. bis 17. April 2017

Vietnams Hauptstadt Hanoi und die zum UNESCO Welterbe zählende Halong-Bucht mit ihren bizarren Felsformationen und schwimmenden Dörfern prägen den ersten Teil der Rundreise im Norden des Landes. In Zentralvietnam erwartet uns danach die Lampionstadt Hoi An, eine spektakuläre Fahrt über den Wolkenpass sowie die Kaiserstadt Hue. Das fruchtbare Delta des Mekong und sein verzweigtes Flusssystem und die moderne, aber geschichtsträchtige Stadt Ho Chi Minh City runden das vielseitige Reiseprogramm ab.


5. bis 6. April 2017: Zürich - Singapur - Hanoi

Endlich ist es soweit: Gegen Mittag des 5. April heben wir in Zürich Kloten an Bord des A380 der komfortablen Singapore Airlines ab. Etwas müde, aber glücklich betrete ich ca. 12 Stunden später beim Zwischenstopp in Singapur erstmals asiatischen Boden. Das grosse Angebot an Läden, Cafés und Restaurants verkürzt uns die Zeit bis zum Weiterflug. Besonders schön: der wunderbare Orchideengarten mit Flüsschen und Koi-Karpfen inmitten der Shopping-Meile im Terminal 2. – Willkommen in Asien!

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Unser Anschlussflug landet sogar einige Minuten zu früh in Hanoi. Die Hauptstadt Vietnams begrüsst uns mit Temperaturen um 27 Grad. Die Fahrt im Reisebus ins Stadthotel vermittelt erste Eindrücke der pulsierenden Metropole mit 6.5 Millionen Einwohnern. Der Nachmittag steht der Reisegruppe zur freien Verfügung. Einige von uns tauchen in die faszinierend fremde Stadtwelt ein und erkunden zu Fuss die nähere Umgebung des Hotels. Dabei immer präsent: die unzähligen Motorräder. Sie kommen um die Ecke geflitzt und schlängeln sich mit schnellen Manövern durch den Stau. Ein Bild, an das ich mich zuerst gewöhnen muss. Die Strassenüberquerung als Fussgänger kann bisweilen recht riskant sein.

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7. April 2017: Hanoi

Heute besichtigen wir Hanois bekannteste Sehenswürdigkeiten. Der Präsidentenpalast sowie das Ho Chi Minh Mausoleum sind imposante Monumentalbauten, die wir von aussen bestaunen können. Wir haben Glück und erleben vor dem Mausoleum eine Wachablösung.

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Zu den bedeutendsten Bauten von Hanoi gehört die buddhistische Einsäulenpagode, die sich wie eine Lotusblüte poetisch aus einem künstlich angelegten See erhebt. Auch die wunderschöne Anlage des Literaturtempels mit seinen Vorhöfen und Toren steht auf unserer Besuchsliste. Hier entstand Vietnams erste Universität. Heute feiern einige Schülerinnen ihren Abschluss und haben sich dafür alle in Schale geworfen.

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Das Mittagessen geniessen ich und ein Teil der Gruppe in einem typisch vietnamesischen Lokal. Die Nudeln mit Gemüse oder Fleisch schmecken vorzüglich. Gestärkt stürzen wir uns wieder ins quirlige Stadtleben. Wo ginge dies besser als auf einem lokalen Markt? Die vielen Gerüche, Farben und die Vielfalt der angebotenen Waren lassen mich immer wieder staunen und genauer hinsehen.

Eines der Highlights: der Besuch in einem Wasserpuppentheater. Während wir vietnamesischen Instrumenten und Gesängen lauschen, beobachten wir die wunderschönen Holzpuppen, welche von Puppenspielern, die im Wasser stehen, mit Seilen geschickt bewegt werden.

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8. April 2017: Hanoi - Halong Bucht

Wir erwachen bei grauem Himmel und Nieselregen. Unser humorvoller vietnamesischer Reiseführer erheitert uns: «Stirbt der Bauer im Oktober, braucht er keinen Pullover.» Auf der Busfahrt in die Halong Bucht schnappen wir Eindrücke des ländlichen Vietnam auf: Bäuerinnen in riesigen Reisfeldern und Wasserbüffel, die als Nutztiere gebraucht werden. Nach einem Schluck Reisschnaps ist uns definitiv warm, obwohl die Klimaanlage im Bus läuft. Unterwegs machen wir nicht nur in einer Behindertenwerkstatt mit Marmor-, Seiden- oder Jade-Waren Halt, sondern natürlich auch immer wieder bei den Happy-Hallen – so nennt unser lokaler Guide die Toiletten.

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Nach der Ankunft in der Halong Bucht gleiten wir per Tenderboot zu unserem schwimmenden Hotel, unserer Unterkunft für die kommende Nacht. Am Nachmittag unternehmen wir eine Bootsfahrt in kleinen Booten, welche jeweils von einer einheimischen Frau gerudert werden.

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Am Abend zeigt uns die nette Crew auf dem Oberdeck, wie man Frühlingsrollen herstellt und richtig rollt, was gar nicht so einfach ist. Natürlich können wir die gerollten Kunstwerke danach auch probieren.

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9. April 2017: Halong - Hanoi - Danang - Hoi An

Ein Teil der Gruppe unternimmt einen Ausflug zur Tropfsteinhöhle Thien Canh Son, was übersetzt «Himmel, Landschaft, Berg» heisst. Über einen ca. 50 Meter steilen Pfad ist die Höhle erreichbar. Schwindelfrei sollte man sein und gute Schuhe tragen. Da ich ersteres nicht bin, muss ich leider auf halbem Weg umkehren.

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Am Mittag verlassen wir die schöne Dschunke und auch die Halong Bay, die mir trotz verborgener Sonne ans Herz gewachsen ist. Auf geht es Richtung Hanoi Airport für unseren Flug nach Zentralvietnam. Unterwegs erhalten wir Einblicke in eine Perlenzucht, besuchen eine Bauernfamilie, ein Gemüsefeld und einen spannenden Bauernmarkt. Von exotischen Früchten über Kleider bis hin zu lebenden Tieren wird hier fast alles Verkauft – ein buntes Spektakel fürs Auge.

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Aus dem Norden des Landes sind wir nach Zentralvietnam geflogen. In Hoi An erwartet uns strahlender Sonnenschein, bevor abends Tausende Lampions die Stadt in ein buntes Lichtermeer verwandeln. Nach der spektakulären Fahrt über den Wolkenpass entdecken wir die alte Kaiserstadt Hue – unter anderem auf einer unvergesslichen Rikschafahrt.

Hoi An begrüsst uns heute Morgen mit wolkenlosem Himmel. Die Aussicht vom Hotelbalkon weckt in mir die Vorfreude auf unser heutiges Programm. Zu Fuss erkunden wir die Stadt am Fluss Thu Bon. Es gibt viel zu sehen. Die gemütliche Stadt hat ihren ganz eigenen Rhythmus. Motorräder dürfen in den Fussgängermeilen von 09:00-11:00 Uhr und von 15:00 bis 21:00 nicht fahren.

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Das ermöglicht ein entspanntes Flanieren durch die Gassen. Schon nach wenigen Metern wird mir klar, wieso Hoi An auch Lampionstadt genannt wird. Ich kann es kaum erwarten, diese wunderschöne Stadt auch bei Nacht zu erleben, wenn sie vom Schein tausender Lampions beleuchtet wird.

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Auf dem Weg zu einer Folklore-Aufführung sehen wir eine der Sehenswürdigkeiten von Hoi An: Die Japanische Brücke. Ursprünglich wurde sie von japanischen Stadtbewohner errichtet, um mit den Chinesen, die auf der anderen Seite des Flusses lebten, besser Handel treiben zu können.

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Die Folklore-Aufführung begleitet von Live-Musik fasziniert mit traditionelle Tanzeinlagen. Zum Schluss wird jemand ausgelost. Wie es der Zufall will, bin ich die Glückliche und erhalte von den freundlichen Tänzern einen wunderschönen Lampion geschenkt.

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Daraufhin sind unsere Feilsch-Künste gefragt: Wir besuchen einen Markt mit vielen Kleider-, Taschen-, Schmuck und Esswaren-Ständen. Die schmuckvolle Phuoc Kien Pagode ist die nächste schmuckvolle Attraktion in unserem Programm.

Zum Abschluss unseres Stadtrundganges betreten wir ein traditionelles Haus von Hoi An. Unser lokaler Reiseleiter erklärt uns die ortstypische Bauweise. Alle, die möchten, können zusätzlich noch eine Seidenspinnerei besichtigen, die auch eine Schneiderei ist und Kleider nach Mass anfertigt.

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Nach dem erlebnisreichen Morgen steht uns der Nachmittag zur freien Verfügung. Einige Mitreisende und ich erkunden die Strassen von Hoi An auf eigene Faust und lassen uns vom Charme des Städtchens mit vielen kleinen Läden und Cafés verzaubern. Besonders schön ist es, in einem Lokal direkt am Fluss einen Kaffee oder kühlen Fruchtdrink zu geniessen – zum Beispiel im Citronella Café. Vorzügliche Entspannung bieten auch eine Bootsfahrt auf dem Fluss oder die schöne Pool-Anlage unseres Hotels. Die Temperatur ist im Verlauf des Tages auf rund 35 Grad geklettert.

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Sobald es dämmert, zeigt sich Hoi An von einer anderen Facette. Die Menschen strömen auf die Strassen. Wasserlaternen und Lampions beginnen zu leuchten. Sie tauchen die Strassen und den Fluss in ein buntes, warmes Licht. Ein zauberhafter und einmaliger Anblick!

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11. April 2017: Hoi An - Hue

Unser Tagesziel heisst Hue. Doch heute ist – wie man so schön sagt – auch der Weg das Ziel. In Danang, einer Küstenstadt ca. 30 Kilometer vom schönen Hoi An entfernt, machen wir einen ersten Fotostopp. Die Stadt bietet einen schönen Strand. Etwas weniger Charme verströmen die Hochhäuser, in welchen sich internationale Hotelketten befinden.

Nun überqueren wir den Hai Van Pass (Wolkenpass), die natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam. Die Panoramastrasse bietet immer wieder wunderbare Ausblicke auf das Meer. Besonders spannend für Geschichtsinteressierte: Auf dem Pass befinden sich Überreste von Bunkern aus dem Vietnamkrieg.

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Das Thermometer steigt gegen Mittag erneut bis auf 35 Grad an. Da bietet die Klimaanlage im Bus eine angenehme Abkühlung, Nachdem wir den Pass überquert haben, geht es weiter zum Strand Lang Co.

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Auf der Route haben bisher viele Traumstrände unsere Blicke auf sich gezogen. Nun wandelt sich die Landschaft. Überall gibt es Felder und bewaldete Hügel. Einer der Höhepunkte: Eine kleine Wasserbüffelherde verweilt unweit der Strasse. Die putzigen Tiere sind ganz interessiert an uns.

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Auch die Kultur und Geschichte kommen heute nicht zu kurz. Etwas ausserhalb von Hue befindet sich das Grabmal des Kaisers Tu Duc. Die schöne Anlage umfasst nebst dem Grabmal auch kleine bewaldete Hügel und interessante historische Bauten.

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In einem kleinen Shop erleben wir mit, wie Räucherstäbchen angefertigt werden. Es gibt sie hier in diversen Farben und Geruchsrichtungen. Die flinken Arbeiterinnen sind unglaublich geschickt.

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Gegen Abend erreichen wir unser Hotel im Zentrum von Hue. Gemütlich schlendere ich gemeinsam mit einigen anderen aus der Reisegruppe durch die Strassen in der Nähe des Hotels. Wir kehren in einem schönen Lokal ein (Hot Tuna). Mein Tipp: Das Hähnchen mit Zitronengras.

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12. April 2017: Hue

Mit viel Sonnenschein und einem reichhaltigen Buffet starten wir in den Tag. Vom Frühstücksraum im 11. Stock unseres Hotels hat man einen guten Überblick über Hue. Wir besuchen heute in der geschichtsträchtigen Stadt verschiedene historische Sehenswürdigkeiten. Von 1802 bis 1945 war Hue die Hauptstadt Vietnams.

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Bei einer gemütlichen Drachenbootfahrt auf dem Fluss Huong Giang, dem «Parfümfluss», erhalten wir einen Augenschein der Stadt. Bäume, Häuser und kleine Pagoden säumen die Flussufer. Eine angenehme Brise weht, während wir über den Fluss tuckern.

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Und plötzlich taucht sie am rechten Ufer auf, eine der Hauptsehenswürdigkeiten Hues: die wunderschöne Thien Mu Pagode mit dem 21 Meter hohen Turm Phước Duyên. Nachdem unser Boot angelegt hat, steigen wir die ca. 20 Stufen zum Wahrzeichen hinauf und entdecken die schöne Anlage mit Bonsaibäumen. Von unserem lokalen Reiseleiter, der uns in Zentralvietnam begleitet, erfahren wir, dass die Pagode noch von Mönchen bewohnt wird.

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Nach einer kurzen Busfahrt gelangen wir zur Zitadelle von Hue. Ihre dicken Mauern umgeben die alte Kaiserstadt, die wird Stück für Stück restauriert. Viele ihrer wunderschönen Gebäude wurden im Krieg Mitte des 20. Jahrhunderts beschädigt. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie prunkvoll das Leben zu Zeiten der Kaiser in Hue einst war. Ein kurzer Dokumentarfilm erklärt und veranschaulicht, wie die Kaiserstadt aufgebaut ist und wo die Verbotene Stadt lag.

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Dies ist der Teil der Anlage, in welchem der jeweilige Kaiser mit seiner Familie wohnte. Ich finde es bemerkenswert, wie weit die Vietnamesen diesen geschichtsträchtigen Ort bereits wieder aufgebaut haben.

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Um Hue noch näher kennenzulernen, unternehmen wir eine Rikschafahrt. Von den Rikschafahrern durch die Strassen chauffiert zu werden ist ein Abenteuer, das ich nicht missen möchte. Es zeigt uns die Stadt auf unvergessliche Art.

Bei einem Cappuccino im «Little Italy» gleich neben unserem Hotel, lassen wir die Erlebnisse des heutigen Tages Revue passieren.

Morgen geht es bereits in den Süden Vietnams. Die Millionen-Metropole Saigon und das Mekong-Delta warten auf uns.

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Die dritte und letzte Reiseetappe steht bereits an. Wir fliegen nach Südvietnam in die Weltstadt Ho Chi Minh City (Saigon). Während der nächsten Tage erfahren ich und unsere Reisegruppe mehr über die traurige Geschichte des Vietnamkriegs, entdecken die pulsierende Metropole und geniessen eine Bootstour im Mekong-Delta. Bevor es nach Hause geht, darf ich noch 2 Tage an den Strand, um mir unser Badeverlängerungshotel genauer anzuschauen.

13. April 2017: Hue - Ho Chi Minh City (Saigon)

Morgenstund hat Gold im Mund! Um 6:00 Uhr fahren wir an den Flughafen Hue, wo unsere Maschine pünktlich um 7:45 Uhr nach Ho Chi Minh City (Saigon) abfliegt. Rund eine Stunde später erreichen wir die Grossstadt in Südvietnam.

Das Erste, was uns auf der Fahrt Richtung Cu Chi auffällt, ist der enorme Strassenverkehr. Es gibt sogar eine separate Spur für die Töffli. Nachdem wir bereits in Nord- und Zentralvietnam je einen sehr sympathischen und guten Reiseleiter hatten, freut es uns sehr, dass auch der südvietnamesische Guide einen super Eindruck macht. Mit einem Spruch nach dem anderen in sehr gutem Deutsch bringt er unsere Reisegruppe immer wieder zum Lachen.

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Bei einer Kautschuk-Plantage machen wir einen Foto-Stopp und sehen, wie Kautschuk gewonnen wird.

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Kurze Zeit später erreichen wir das geschichtsträchtige Cu Chi. Hier legten die Guerillakämpfer des Vietkong während des Vietnamkrieges mit unglaublichem Geschick ein unterirdisches Tunnelsystem an. Während einer spannenden Führung und einem kurzen Film erfahren wir mehr über die Hintergründe dieser Tunnels. Besonders Mutige und Bewegliche können eine kurze Strecke durch einen Tunnel laufen – oder vielmehr: sich im Kauergang hindurchzwängen. Wir erhalten lebensnahe Einblicke in ein trauriges Kapitel der Geschichte Vietnams.

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Auch unter den Bäumen steigt die Hitze langsam aber sicher. Da tut ein Schluck warmer Tee und ein Stück Maniok (schmeckt wie eine Kartoffel) besonders gut.

Nachdem wir die erhaltenen Eindrücke verdaut haben, machen wir uns auf den Weg zurück nach Saigon. Bereits ab 16 Uhr zieht der Verkehr vor der Mega-City extrem an. Eine ganz eigene Dynamik entsteht. Es ist spannend, den geschickten Motorradfahrern im anschwellenden Verkehrsfluss zuzusehen. Dabei immer präsent: Der Klang unzähliger Hupen.

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14. April 2017: Ho Chi Minh City (Saigon)

Nach einer erholsamen Nacht in Saigon ist es besonders toll mit einem solchen Ausblick aufzuwachen:

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Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Mekong-Deltas. Der riesige Fluss gilt als «Lebensader» Südostasiens. Während der Fahrt lassen wir das geschäftige Treiben Saigons langsam hinter uns und die Landschaft um uns herum wird grüner. Immer wieder sehen wir auf Reisefeldern angelegte Friedhöfe. Für die Vietnamesen ist es sehr wichtig, ihre verstorbenen Verwandten im eigenen Reisfeld zu begraben.

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Kurzer Fotostopp bei einem Cao Dai Tempel: Das bunte Gebäude gleicht einer Mischung aus Kirche, Tempel und Pagode.

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Nach rund zwei Stunden Fahrt erreichen wir den Bootshafen am Mekong. Mit einem der Boote schippern wir auf dem Fluss und können den Wasserverkehr beobachten.

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In einem kleinen Dorf am Ufer des Mekong kommen wir mit bekannten, aber auch ganz exotischen Pflanzen in Kontakt. Das Probieren der hier angebauten Früchten ist besonders toll. Die Stinkfrucht, die Durian, ist uns sehr fremd. Der penetrante Geruch geht einem kaum mehr aus der Nase. Während wir Einheimischen beim Singen zuhören, umgibt uns der Stinkfrucht-Geruch weiterhin hartnäckig und wir fragen uns allmählich, woher das kommt. Unser aufgestellter vietnamesischer Guide klärt uns auf, dass er ein Stück Stinkfrucht in seiner Tasche trage. Er habe dieses geschenkt bekommen; die Frucht sei sonst sehr teuer.

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Danach teilen wir uns auf mehrere Sampan-Boote auf. Einheimische rudern uns geschickt durch die kleinen Kanäle des Mekongs. Um Zusammenstösse zu vermeiden ist teilweise Milimeterarbeit gefragt. Es ist eine sehr angenehme und interessante Art, die kleinen Arme des riesigen Flusses zu erkunden.

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Danach geht es mit etwas grösseren Motorbooten weiter, bis wir an Land gehen um einen kurzen Spaziergang zu machen. Wir sehen eine Bonbon-Fabrik, welche heute leider nicht in Betrieb ist. Die Erzeugnisse können wir aber trotzdem kosten: Kokosnussbonbons.

Am Nachmittag geht es mit dem Boot zurück zum Hafen und dann direkt nach Ho Chi Minh City. Auf der Bootsfahrt erhalten wir eine frische Kokosnuss, welche wir im angenehmen Fahrtwind geniessen. Es bricht bereits der letzte Abend unserer unglaublich spannenden und abwechslungsreichen Reise an. Das letzte gemeinsame Nachtessen geniessen wir hoch über den Strassen von Saigon – im 51. Stockwerk des Bitexco Towers. Beim Blick auf die beleuchtete Stadt und bei dem guten Essen, vergessen wir beinahe, dass sich die Reise bereits dem Ende zuneigt.

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15. April 2017: Ho Chi Minh City (Saigon) - Long Hai

Am letzten gemeinsamen Morgen erkunden wir Saigons schönste Sehenswürdigkeiten. Gemäss unserem lokalen Reiseführer nennen die meisten Vietnamesen die Stadt «Saigon», nur die Regierung möchte sie lieber «Ho Chi Minh City» nennen.

Im Chinesenviertel Cholon entdecken wir spannende Läden, die Kräuter und Medizin aller Art verkaufen.

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Zu Fuss überqueren wir eine stark befahrene Kreuzung zur Thien Hau Pagode. Hier erfahren wir, dass das ganze Gebäude nur durch Spenden finanziert wird. An der Decke hängen dutzende Räucherstäbchen und der Duft erfüllt den ganzen Raum.

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Von Zeugnissen der chinesischen Kultur und Architektur geht es direkt weiter zu Vermächtnissen aus der Kolonialzeit. Die wunderschöne Notre Dame Kathedrale im Zentrum der Stadt wurde von 1877 bis 1883 erbaut.

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Gleich gegenüber befindet sich die Hauptpost, die in einem Kolonialgebäude untergebracht ist. Im Innern herrscht reges Treiben. Nach einem kurzen Fussmarsch erblicken wir das eindrückliche Rathaus.

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Unter dem Dach des Ben Thanh Markt tauchen wir ein letztes Mal in die vietnamesische Marktkultur ein. In den engen Gassen zwischen den Ständen sollte immer gut auf die Tasche achtgegeben werden.

Mit einem guten Kaffee ausgerüstet beobachten wir den vorbeiziehenden Verkehr und staunen immer wieder über die gelungene Mischung aus alter asiatischer Kultur, Gebäuden der Kolonialzeit sowie moderner Architektur. Saigon, wir werden dich vermissen!

Nach einer kleinen Stärkung verabschieden wir die Mitreisenden inklusiv unserem Vögele Reiseleiter Hubert Strässle. Unser lokaler Guide lockert den Abschied mit einem seiner Sprüche auf: «Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.»

Mit neun weiteren Gruppenmitgliedern fahre ich ans Meer, nach Long Hai. Während die anderen Verlängerungsgäste bis am nächsten Samstag im Alma Oasis Hotel bleiben, geht es für mich bereits am Montagabend in die Schweiz zurück.

Die anderen Rundreiseteilnehmer werden schon heute Abend via Singapur nach Zürich fliegen und am Sonntagmorgen heimischen Boden betreten.

Die Fahrt von Saigon nach Long Hai dauert ca. zwei Stunden. Die Vorfreude auf das schöne Resort und den Strand steigt bei jedem Kilometer, den wir unserem Ziel näher kommen.

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Bei der Ankunft werden wir sofort vom netten, herzlichen Personal begrüsst und zur Rezeption geführt. Das tolle Alma Oasis Restaurant (My Oasis) bietet am Abend Speisen à la carte an.

16. April 2017: Long Hai (Alma Oasis Hotel)

Heute lerne ich das Alma Oasis näher kennen. Nach einer 11-tägigen Rundreise, kann man in diesem Hotel wunderbar relaxen und einfach nur «sein»: Am Pool liegen, einen kühlen Drink geniessen und sich in ein Buch vertiefen oder sich im Spa bei einer Massage entspannen (90-Minuten Spa-Anwendung pro Tag/Person inklusive). Am Sandstrand vor dem Hotel tragen das Rauschen des Meeres und der angenehme Wind die Gedanken in die Ferne.

Auf einem Spaziergang erkunde ich die grüne Anlage, die mit vielen Treppen und kleinen Wegen versehen ist.

Am Abend laden die bequemen Betten in den Garden Studios zum träumen ein. Gute Nacht!


17. April 2017: Long Hai - Ho Chi Minh City (Saigon) - Singapur - Zürich

Heute muss ich mich vom schönen Vietnam verabschieden. Die zwei Wochen, welche ich in diesem wunderschönen und geschichtlich sehr interessanten Land verbringen durfte, werden mir noch lange in guter Erinnerung bleiben. Was ich wohl immer mit Vietnam in Verbindung bringen werde, sind die meeegaaaa vielen Töffli und natürlich die freundlichen, herzlichen und sehr gastfreundlichen Menschen, welche uns auf dieser Reise begegnet sind. Unser erfahrener Vögele Reiseleiter Hubert Strässle und die lokalen Guides (Nord-, Zentral- und Südvietnam) haben uns die Kultur und Geschichte Vietnams nähergebracht und uns spannende Hintergrundinfos vermittelt.

Unsere Reisegruppe war super nett und es hat mich sehr gefreut, jeden einzelnen und jede einzelne kennengelernt zu haben!

Ich wünsche meinen Mitreisenden, welche noch einige Tage im Alma Oasis geniessen, eine schöne und erholsame Zeit am Meer und dann eine gute Heimreise.

Ich werde Vietnam sicher wieder besuchen!

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