Reisetipp des Monats – Türkei

Kappadokien – Märchenhafte Tufflandschaften

In der Türkei gibt es für mich zwei Reisehöhepunkte: Die kosmopolitische Metropole Istanbul und das Naturkunstwerk Kappadokien. Diese märchenhafte Tufflandschaft befindet sich mitten in Anatolien. Mit ihrer urig-schweigsamen Anschaulichkeit kontrastiert sie die farbige und pulsierende Grossstadt. Vulkane, Wind und Wasser schufen im «Land der schönen Pferde» einzigartige Steinformationen, die aussehen wie riesige Pilze oder Hüte tragende Berge.

In der Türkei nennen wir sie «Feenkamine». Die Wanderung durch eines der vielen Täler Kappadokiens gehört zu den Höhepunkten eines jeden Besuchs dieses Märchenlands. Besonders sehenswert ist das Göreme-Tal. Die Felsformationen Kappadokiens sowie der Nationalpark Göreme sind UNESCO Weltkultur- und Naturerbe. Kappadokien sieht aber auch von oben spektakulär aus: Ein Flug in einem Heissluftballon lohnt sich – auch wegen der Sicht auf den längsten Strom der Türkei, den 1355 Kilometer langen Kızılırmak. Bereits vor vielen hundert Jahren bauten die Menschen Wohnungen, Ställe, Kirchen, ja ganze unterirdische Städte für mehrere tausend Bewohner, in die Felsen. Die unterirdische Stadt Kaymaklı etwa diente Gläubigen während der Christenverfolgungen als Versteck vor Feinden.

Die Natur schuf in Kappadokien aber nicht nur ein Kunstwerk aus Stein: Der vulkanische Boden und das Mikroklima lassen einen aromatischen Wein gedeihen. Eine weitere Spezialität ist Testi Kebab. Dieses Gericht aus Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und gewürztem Kalbfl eisch kochen die Einheimischen in einem Tonkrug zwei bis vier Stunden im Feuer. Mit einem langen Schwert wird der Krug danach aufgeschlagen. Das Fleisch ist weich, saftig und hat einen intensiven Geschmack. Afi yet olsun!

Hasan Kömür, Reiseleiter Vögele Reisen

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Kappadokien

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Hagia Sophia, Istanbul

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