Das andere Spanien

Authentisch, sattgrün und als Wechselspiel zwischen Meer und Berge – so präsentiert sich Spaniens Norden. Doch der Landesteil verwöhnt nicht nur das Auge, sondern auch den Gaumen: Das nördliche Spanien ist eine wahre Feinschmecker-Hochburg!

Auf der Suche nach einem ursprünglichen Stück Spanien, wird der Reisende im Baskenland, in Kantabrien und dem ehemaligen Königreich Navarra fündig. Die drei sogenannten autonomen Gemeinschaften zählen zwar zu den kleinsten des Landes, beeindrucken aber mit grossem Facettenreichtum – fernab der Touristenströme. Zwischen Berge und Meer bestimmen saftig grüne Wiesen, Wälder und Weingüter, tiefe Täler, pittoreske Dörfer und Bauernhöfe das Bild. Nebst ländlicher Idylle und landschaftlicher Schönheit bietet der Norden der Iberischen Halbinsel aber auch eine Fülle von Kulturschätzen – von steinzeitlichen Höhlenmalereien über mittelalterliche Klöster und Kleinstädte bis zu Bilbaos avantgardistischer Architektur.


Der Bilbao-Effekt – vom Moloch zur Metropole

Bis in die späten 1990er Jahre galt Bilbao als ein vom Niedergang der Kohle‐ und Stahlindustrie geprägtes Industriemoloch, wo die Luft schmutzig, die Hauswände russig und die Arbeitslosigkeit hoch waren. Doch als das Guggenheim-Museum 1997 in Bilbao eine Dependance eröffnete, die einem von aussen schon den Atem raubt, nahm eine beispiellose Metamorphose ihren Anfang. Und der Bilbao-Effekt war geboren. Der Begriff bezeichnet den Dank eines gezielt positionierten Publikumsmagneten einsetzenden Aufschwung. Stadtväter rund um den Globus haben dieses Konzept zu imitieren versucht, doch selten hat sich eine ganze Stadt von einem hässlichen Entlein zu einem prächtigen, stolzen Schwan gemausert. Eine Kultur-Kapitale von Weltrang ist die Hafenstadt heute.

Doch Bilbao bietet auch jenseits von Guggenheim viel visuellen, aber auch kulinarischen Genuss. Denn die Metropole versteht es meisterhaft, den Bogen zwischen Kunst am Bau respektive an den Wänden und Kunst auf dem Teller zu schlagen. Obschon das Baskenland über eine eigene Sprache und eine Fülle von einzigartigen Traditionen verfügt, kochen die Basken nicht nur ihr eigenes Süppchen. Heimatstolz und Weltoffenheit, Traditionen und Avantgarde ergänzen sich auch in der Gastronomie.


Kulinarische Glücksgefühle

Auch in San Sebastian kommen Schlemmerer und Schwelger auf ihre Kosten. Und wie! Denn die Perle am Golf von Biskaya ist ein Gourmet-Mekka und zieht Feinschmecker aus aller Herren Länder an. Obendrein ist sie die Hauptstadt der Pintxos – Appetithäppchen und Markenzeichen der baskischen Esskultur. Im Unterschied zu den in ganz Spanien verbreiteten Tapas sind es kleine kulinarische Kunstwerke aus verschiedenen aufgetürmten Zutaten, die mit einem Zahnstocher auf einer Scheibe Brot zusammengehalten werden. Denn das Auge isst hier immer mit.

Natürlich darf dazu auch ein Glas Wein nicht fehlen, zumal einige von Spaniens edelsten Tropfen aus dem nahegelegenen Anbaugebiet Rioja stammen. Was der Bordeaux für Frankreich und der Chianti für Italien ist, bedeutet der Rioja für Spanien. Anders als Bilbao hatte San Sebastian eine gezielte Aufwertung nicht nötig. Denn die Küstenstadt mit dem Charme eines mondänen Seebades aus vergangenen Tagen war und ist wunderschön! Nichtsdestotrotz hat San Sebastian sich für ihr Jahr als Kulturhauptstadt 2016 herausgeputzt und so verzaubert sie – insbesondere ihre bildschöne Altstadt – heute noch mehr denn je.


Kaleidoskop von Bilderbuchlandschaften

Nebst dem Baskenland halten aber auch Navarra und Kantabrien viele Natur- und Kulturschätze bereit. So besticht Navarra durch ein Kaleidoskop von Bilderbuchlandschaften wie die imposanten Gipfel der Pyrenäen oder das fruchtbare Schwemmland des Ebros. Ein weiteres Reise-Glanzlicht ist Navarras Hautstadt Pamplona. Die von den Römern erbaute Stadt hat schon Hemingway in den Bann gezogen, ist eine der wichtigsten Pilgerstationen auf dem Jakobsweg und Austragungsort der bekanntesten Fiesta des Lands. Nebst den Stierläufen im Juli locken ganzjährig eine schmucke, von einem trutzigen Mauerring umgebene Altstadt, Paläste, Kirchen und ein Wirrwarr aus krummen Gassen.

Auch Kantabriens Antlitz braucht sich nicht zu verstecken – im Gegenteil. Der am Atlantik gelegene Landstrich punktet mit einer grünen Küste, feinen Sandstränden und dem sich im Hinterland auftürmenden kantabrischen Gebirge. Und schon Picasso haben die Jahrtausende alte Höhlenmalereien beindruckt.


So unterschiedlich die drei Regionen auch sind, eine Gemeinsamkeit verbindet sie: Überall ist die Küche ein Gedicht und Schlemmen Teil der Kultur. So stehen auf unserer Rundreise nicht nur die von Natur und Mensch erschaffenen Sehenswürdigkeiten im Fokus, sondern auch Nordspaniens Kulinarik; Degustationen von lokalen Köstlichkeiten und Weinen zählen deshalb genauso zum Reiseprogramm. In diesem Sinne: Topa (baskisch) respektive salud!


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