Das andere Spanien

Authentisch, sattgrün und als Wechselspiel zwischen Meer und Berge – so präsentiert sich Spaniens Norden. Doch der Landesteil verwöhnt nicht nur die Augen, sondern auch den Gaumen: Nordspanien ist eine wahre Feinschmecker-Hochburg!

Auf der Suche nach einem unverfälschten Stück Spanien wird der Reisende im Baskenland, in Kantabrien, Navarra und La Rioja fündig. Die vier sogenannten autonomen Gemeinschaften zählen zwar zu den kleinsten des Landes, beeindrucken aber mit grossem Facettenreichtum – fernab der Touristenströme. Zwischen Berge und Meer bestimmen saftig grüne Wiesen, Wälder und Weingüter, malerische Täler, pittoreske Dörfer und Bauernhöfe das Bild. Nebst ländlicher Idylle und landschaftlicher Schönheit bietet der Norden der Iberischen Halbinsel aber auch eine beachtliche Bandbreite an Kulturschätzen – von steinzeitlichen Höhlenmalereien über mittelalterliche Klöster und Kleinstädte bis hin zu avantgardistischer Weltarchitektur.

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Mundet auch optisch: La Rioja. In der Vorzeigeregion des spanischen Rebbaus gedeihen die Trauben des gleichnamigen Weines.

Bergidylle in den Picos de Europa. Die Bergkette und Spaniens erster Nationalpark ist seit 2002 auch ein UNESCO-Biosphärenreservat.

Der Bilbao-Effekt – vom Moloch zur Metropole

Bis in die späten 1990er Jahre galt Bilbao als ein vom Niedergang der Kohle‐ und Stahlindustrie geprägtes Industriemoloch, wo die Luft schmutzig, die Hauswände russig und die Arbeitslosigkeit hoch waren. Doch als das Guggenheim-Museum 1997 in Bilbao eine Dependance eröffnete, die einem von aussen schon den Atem raubt, nahm eine beispiellose Metamorphose ihren Anfang. Und der Bilbao-Effekt war geboren. Der Begriff bezeichnet den durch ein gezielt positioniertes, bauliches Grossprojekt einsetzenden Aufschwung. Guggenheim ist aber nicht Bilbao. Selbst Kunstmuffel sind voll des Lobes für die kleine, baskische Metropole. Zumal Bilbao es meisterhaft versteht, den Bogen zwischen Kunst am Bau respektiv an den Wänden und Kunst auf dem Teller zu schlagen. Obschon das Baskenland über eine eigene Sprache und eine Fülle von einzigartigen Traditionen verfügt, kochen die Basken nicht nur ihr eigenes Süppchen. Heimatstolz und Weltoffenheit, Tradition und Avantgarde ergänzen sich auch in der Gastronomie.

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Ikone aus 30’000 Titantafeln: das Guggenheim-Museum. Seit dessen Eröffnung hat sich Bilbao von der tristen Provinzstadt zur strahlenden Kultur-Kapitale gemausert.

Jenseits von Guggenheim punktet Bilbao mit einladenden Flusspromenaden, einer lebhaften Altstadt und weiteren architektonischen Blickfängern.

Kulinarische Glücksgefühle

Auch in San Sebastian kommen Schlemmerer und Schwelger auf ihre Kosten. Und wie! Denn die «Perle am Golf von Biskaya» ist ein Gourmet-Mekka und zieht Feinschmecker aus aller Herren Länder an. Obendrein ist sie die Hauptstadt der Pintxos. Die baskischen Appetithäppchen ähneln zwar den Tapas, sind jedoch nicht selten kleine kulinarische Kunstwerke, deren Zutaten aufgetürmt und aufgespiesst auf einer Scheibe Brot serviert werden. Denn das Auge isst hier immer mit. Natürlich darf dazu auch ein Glas Wein nicht fehlen, zumal einige von Spaniens edelsten Tropfen aus dem nahegelegenen Anbaugebiet La Rioja stammen. Anders als Bilbao hatte San Sebastian eine gezielte Aufwertung nicht nötig. Denn die Küstenstadt mit dem Charme eines mondänen Seebades aus vergangenen Tagen war und ist wunderschön! Nichtsdestotrotz putzte sich San Sebastian für ihr Jahr als Kulturhauptstadt 2016 heraus und verzaubert heute mehr denn je.

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San Sebastian – Seebad und Schlaraffenland mit 16 Michelin-Sternen

Markenzeichen der baskischen Esskultur: Pintxos

Kaleidoskop von Bilderbuchlandschaften

Nebst dem Baskenland hält auch Navarra viele Natur- und Kulturschätze bereit. So besticht das ehemalige kleine Königreich durch Bilderbuchlandschaften wie die imposanten Gipfel der Pyrenäen oder das fruchtbare Schwemmland des Ebros. Ein weiteres Reise-Glanzlicht ist Navarras Hautstadt Pamplona. Die von den Römern erbaute Stadt hat schon Hemingway in den Bann gezogen und ist eine der wichtigsten Pilgerstationen auf dem Jakobsweg sowie Austragungsort der bekanntesten Fiesta des Lands. Nebst den Stierläufen im Juli locken ganzjährig eine schmucke, von einem trutzigen Mauerring umgebene Altstadt, Paläste, Kirchen und ein Wirrwarr aus krummen Gassen.

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Abendstimmung auf der Plaza del Castillo in Pamplona

Grünes Spanien: Im Norden offenbart das Land eine wenig bekannte Seite.

Auch Kantabriens Antlitz braucht sich nicht zu verstecken – im Gegenteil. Der am Atlantik gelegene Landstrich punktet mit einer grünen Küste, feinen Sandstränden und dem sich im Hinterland auftürmenden Kantabrischen Gebirge. Und schon Picasso haben die hier überall verstreut liegenden, Jahrtausende alten Höhlenmalereien inspiriert.

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Viehwirtschaft statt Stierkampf: Das Kantabrische Gebirge wartet immer mal wieder mit vertrauten Szenerien auf.

Gepflasterte Gassen, mittelalterlich Adelspaläste, Torbögen und Fachwerkhäuser mit Holzbalkonen: Santillana del Mar verzückt.

So unterschiedlich die vier Regionen auch sind, eine Gemeinsamkeit verbindet sie: Überall ist die Küche ein Gedicht und Schlemmen Teil der Kultur. So stehen auf unserer Rundreise nicht nur die von Natur und Mensch erschaffenen Sehenswürdigkeiten im Fokus, sondern auch Nordspaniens Kulinarik und Gastronomie. Degustationen von lokalen Köstlichkeiten und Weinen zählen deshalb genauso zum Reiseprogramm. In diesem Sinne: Topa respektive salud!

Haben Sie noch Fragen oder Fernweh bekommen? Dann zögern Sie nicht, uns unter der Gratis-Telefonnummer anzurufen: 0800 835 800. Oder schreiben Sie uns ein Mail. Wir beraten Sie gerne!

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