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Auf Schienen zum Dach der Welt

Sie ist ein Meilenstein der Bahngeschichte und Bravourstück der modernen Ingenieurskunst: die Lhasa-Bahn. Und keine andere kommt dem Himmel so nah wie sie.

Himmelsbahn wird sie darum auch genannt – zu Recht. Denn mit einem Scheitelpunkt auf 5072 Meter Höhe ist die Lhasa- respektive Tibet-Bahn die höchstgelegene der Welt. Beim Bau stellte dies die Ingenieure und Arbeiter vor immense Herausforderungen: Temperaturen im Winter bis -45 Grad, Sauerstoffmangel, Permafrost. So galt der Bau einer Eisenbahnlinie von China nach Tibet lange Zeit als unmöglich. Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte das bisher grösste Bahnprojekt des 21. Jahrhunderts 2006 abgeschlossen werden und verbindet seither zwei völlig unterschiedliche Kulturen.

Dem Himmel immer näher

Die 1956 Kilometer lange Zuglinie führt von den bunt blinkenden Neonreklamen der chinesischen Millionenstadt Xining ins spirituelle Land der Mönche und Klöster. Den Fahrgast erwartet eine Reise, die ihm den Atem verschlägt. Allerdings weniger wegen der dünnen Luft (dagegen gäbe es Sauerstoffflaschen an Bord), sondern dank den am Zugfenster vorbeiziehenden Panoramen: unendliche Weiten, Yaks, die auf saftig grünen Wiesen weiden, in der Sonne glitzernde Salz- und Bergseen, Steppenlandschaften, Gletscher und Gebirgsgiganten. Nach einer Nacht und einem Tag erreicht der moderne Zug Lhasa, die Hauptstadt der autonomen Region Tibet. Sie liegt auf fast 3700 Meter Höhe und trägt aufgrund ihrer über 300 Sonnentage den Beinamen Stadt des Sonnenscheins. Übersetzt heisst Lhasa Ort der Götter – ein passender Name. Viel näher kann man ihnen in einer Stadt kaum kommen.

Was könnte eine Zugreise Richtung Himmel noch überflügeln? Schauen Sie sich unsere Tibet-Nepal-Rundreise an. Bei dieser bildet die Fahrt mit der Lhasa-Bahn nämlich bloss den Auftakt.

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