• Kolumbien - Rundreise

Reisetipp Kolumbien

Kolumbien war immer wieder in den Schlagzeilen, auch in der europäischen Presse. Wurde Kolumbien vor einigen Jahren noch ausschliesslich mit Drogen und Gewalt in Verbindung gebracht, ändert sich schrittweise das Image.


Weg von der Assoziation mit Pablo Escobar, dem grossen Drogenboss des Medellin-Kartells, hin zu einer Gesellschaft, deren Präsident Juan Manuel Santos im Jahr 2016 den Friedensnobelpreis erhalten hat. Er wurde gewürdigt für den Friedensschluss mit der ältesten Guerrilla des amerikanischen Kontinents, der FARC-EP.

Die Vorzeichen stehen gut für Kolumbien. Der Frieden wurde implementiert und die Entwaffnung der FARC ist am Laufen. Von vielen namhaften Reiseführern und anerkannten Internet-Portalen wird Kolumbien als Top-Destination 2017 gesehen. Man liest immer wieder, dass Kolumbien so viel zu bieten hat wie der gesamte südamerikanische Kontinent. Die jüngere Reisegeneration ist begeistert von diesem Land und zieht es bereits den touristisch viel stärker besuchten Nachbarländern vor – aus guten Gründen.

Denn das herrliche Reiseland fasziniert mit unzähligen Facetten: Die bewegte Kolonialgeschichte, unterschiedlichste Klimazonen vom ewigen Amazonasregenwald bis zu den schneebedeckten Gipfels des höchsten Küstengebirges der Welt, der Sierra Nevada de Santa Marta, der Zugang zu zwei Weltmeeren, dem Atlantik und Pazifik, bedeutende archäologische Ausgrabungsstätten, tolle lokale Festlichkeiten, das Lebensgefühl von Gabriel Garcia Marquez´”Magischen Realismus”. Aber das wohl faszinierendste an Kolumbien ist wohl die Freundlichkeit der Menschen, die man überall spürt.

Doch am besten, Sie begleiten uns gleich selbst auf unserer Rundreise:

Wir beginnen unsere Reise bei der Ankunft im andinen Bogota, einer Metropole die ca. 8 bis 20 Millionen Einwohner zählt. Keiner weiss das so genau. Hier wurde die heutige Hauptstadt Kolumbiens im Jahr 1538 am Ort der Muisca-Siedlung Bacata gegründet. Die Muisca besiedelten das Land vor der Ankunft der Spanier und waren der Ausgangspunkt der Legenden von “El Dorado”. Im berühmten Goldmuseum von Bogota bleibt Zeit, um in die Kosmovision der Muisca und ihre Goldschmiedekunst einzutauchen.

Die prähispanischen Kulturen von San Agustin im südlichen Kolumbien sind ein weiteres Highlight der Reise. Die majestätisch monumentalen Steinskulpturen zeigen deutlich, dass der Raum vor der Ankunft der Spanier bereits von einer Hochkultur besiedelt gewesen ist, welche komplexe Techniken des Ackerbaus, der Keramik-, sowie Goldschmiedekunst beherrschten. In der Nähe der “weissen Stadt” Popayan, die im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl von Präsidenten hervorbrachte und berühmt ist für seine Osterprozessionen, erleben wir den authentischen traditionellen Indigenen-Markt von Silvia, der immer nur dienstags stattfindet.

In der sogenannten “Kaffeezone” Kolumbiens, einem der wichtigsten Kaffeeanbaugebiete Südamerikas, lernen wir alles über eines der wichtigsten agrarischen Exportgüter Kolumbiens kennen. Ein weiteres Highlight erwartet uns in der Nähe des kleinen Kunsthandwerksdorfs Salento: das Cocora-Tal. Hier kann man die “Palma de Cera”, den kolumbianschen Nationalbaum bewundern, der bis zu 60 Meter hoch wird und als eine der höchsten Palmenarten der Welt gilt.

Weiter geht es nach Medellin. Vor mehr als 20 Jahren war die „Stadt des ewigen Frühlings“ eine der gefährlichsten Städte der Welt. In den frühen 90er Jahren erreichte die Jagt nach Pablo Escobar, Kopf des Medellín-Kartells, den Höhepunkt. Bis zur Jahrtausendwende ließen die Kämpfe um Escobars Nachfolge nicht nach. Aber seit 2002 veränderte sich Medellín. Intelligente lokale Politiker investierten in die Infrastruktur und öffentliche Bildung – erfolgreich. Heute ist die „Stadt des Ewigen Frühlings“ eine der innovativsten Metropolen der Welt. Erleben Sie eine aufregende Tour durch die Vergangenheit und Gegenwart Medellíns und lernen Sie mehr über die Transformation dieser faszinierenden Metropole, die heutzutage als einer der innovativsten Städte weltweit gilt.

An der kolumbianischen Karibikküste darf natürlich ein Besuch des Tayrona Nationalparks auf keinen Fall fehlen, der eine der schönsten Strände Lateinamerikas beheimatet. Ein echtes Naturparadies. Zu guter Letzt fahren wir nach Cartagena, der Perle der Karibik. Die einst extrem wichtige Stadt des Sklavenhandels, die immer wieder von Piraten belagert wurde, ist mit ihrer bestens erhaltenen Kolonialarchitektur in allen Farben des Regenbogens und dem karibischen Flair ideal, um diese Kolumbienreise abzuschliessen. Am besten mit einem leckeren Früchtecocktail auf der Stadtmauer Cartagenas.

Wer weiss, was Kolumbien sonst noch zu bieten hat? So viel ist sicher: „Die einzige Gefahr Kolumbiens ist die Gefahr zu bleiben!“. Auch wenn das ein älterer Werbespruch Kolumbiens ist, kann man ihn in diesen Tagen sehr gut nachvollziehen.

Entdecken Sie selbst meine Wahlheimat – Bienvenido á Colombia!

Christopher Romahn (Juni 2017)

Incoming Manager, Bogota

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