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Ecuador und Galapagos

Städte, Natur, Berge, Vulkane, skurrile Tierwelt…jeden Tag neue Überraschungen

Obwohl Ecuadors Nachbarland Peru bekannter ist, gibt es auf der Welt wohl kaum ein Land, das mit so vielseitigen Landschaften und Menschen aufwarten kann. Das zweit-kleinste Land Südamerikas beheimatet vier verschiedene Landschaftszonen: den Amazonas mit seinem Urwald, das Altiplano mit der Vulkanlandschaft und den Indios, die Küste mit tropischer Vegetation und Stränden sowie die Galapagos-Inseln mit ihrer einzigartigen Landschaft als auch der unvergleichlichen Tierwelt.

Mit der Landung auf dem Flughafen Quito beginnt diese abwechslungsreiche Rundreise. Quito liegt auf 2800 m und ist somit die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Bemerkenswert ist die schöne Kolonialarchitektur. Auch ein Abstecher zum nahe gelegenen Äquator, dem Mittelpunkt der Erde beim Breitengrad Null, steht auf dem Programm.

Am folgenden Tag erreichten wir Otavalo und bummelten über den lebhaften und farbenfrohen Indio-Markt, für welchen die Stadt bekannt ist. Ein besonders Erlebnis ist die Übernachtung bei einer Bauerngemeinschaft, den Karankis, auf 3000 m über Meer. Ich persönlich finde dies eine sehr gute Idee. Die lokale Tourismusagentur hat den Bauern geholfen, ihre Häuser etwas zu modernisieren und ein bis zwei Gästezimmer einzubauen umso den nachhaltigen Tourismus zu fördern. Wir wurden zum Übernachten auf verschiedene Bauernhöfe verteilt, kamen in persönlichen Kontakt mit der lokalen Bevölkerung und erhielten Einblick in ihre alltägliche Lebensweise. Auch wenn es mit der sprachlichen Verständigung nicht immer ganz klappte, irgendwie sind wir doch zu recht gekommen und haben uns verstanden. Ein Lächeln hilft meistens um sprachliche Barrieren zu überbrücken. Ihre Freude am Beherbergen und die Gastfreundschaft der einheimischen Bauern hat mich sehr beeindruckt und wird mir lange in Erinnerung bleiben.

In den folgenden vier Tagen durchqueren wir das ganze Altiplano. Mit etwas Glück erspäht man auf der „Strasse der Vulkane“ noch heute aktive Vulkane wie den Cotopaxi oder den höchsten Berg des Landes, den Chimborazo (6267 m). Unterwegs besuchen wir Baños mit seinen Wasserfällen und der schönen Lage inmitten der ursprünglichen Natur. Ausserdem besichtigen wir die bedeutenden Inka-Ruinen von Ingapirca sowie die alte Kolonialstadt Cuenca, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Auch unternehmen wir eine kurze Wanderung in der beeindruckenden Altiplano-Gebirgslandschaft von Paramo.

Ein besonderer Höhepunkt war für mich auch die Zugfahrt auf dem wohl schönsten Teilstück der Andenbahn. Es ist bemerkenswert, wie Ecuador seine 450 km Bahnlinie durch die Anden wieder in Stand gesetzt hat und die Linie heute erneut befahrbar ist. Das spannendste Teilstück ist wohl die Strecke „Nariz del Diablo“ – die Nase des Teufels. Diese Streckenführung gilt für mich als ein Meisterwerk der Eisenbahnbauer, es ist unglaublich, wie man in Zickzack-Kehren – ohne Zahnrad – die steilen Hänge der Anden hinunterfahren und Höhendifferenz überwinden kann. Vom Zugswagen aus habe ich den Blick auf die vorbeigleitende, eindrückliche Landschaft der Anden sehr genossen. Ausserdem war es eine angenehme Abwechslung und Bereicherung, mal im Zug unterwegs zu sein statt nur im Reisebus.

Es folgt ein weiterer Höhepunkt: das Naturwunder Galapagos. Die fünf Tage an Bord des kleinen Kreuzfahrtschiffes bringt uns zu verschiedenen Inseln, und jede ist einzigartig. Unglaublich ist auch, wie wenig Scheu die Tiere vor den Menschen zeigen. So erlebt man die Natur- und Tierwelt wirklich hautnah. Meeres- und Landleguane, Riesenschildkröten, Blaufusstölpel, Fregattvögel und ganze Horden von Seelöwen, die sich gemächlich an der Küste tümmeln – ein bleibendes Erlebnis!

Nach dieser Reise zählt Ecuador für mich zu einem der schönsten und vielseitigsten Länder der Welt! Schade, dass so viele Touristen nur wegen den Galapagos nach Ecuador kommen…das Land hat noch vieles mehr anzubieten. Überzeugen Sie sich selbst!

Stéphane Studach (Reiseleiter), Ecuador Galapagos Rundreise 30.10.-11.11.2016

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