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Der Zug, der dem Teufel auf der Nase herumkurvt

Sie zählt zu den aufregendsten Bahnstrecken der Welt und führt im Zickzack über Ecuadors Teufelsnase. Der Name des sagenumwobenen Felsen deutet an, wer der mutmassliche Pate der Trasse war.

Der Abschnitt zwischen Alausi und Sibambe war einst Teil der Ferrocarril Transandino: der legendären Transandenbahn. 1908 fertig gestellt, verband sie die auf 2'850 Meter gelegene Stadt Quito mit dem Pazifik. Bis dato war die Strecke ohne Flüge nur schwerlich zu bewältigen und wurde daher Camino de Pajaros genannt: Weg der Vögel. So galt der Bau der rund 450 Kilometer langen Eisenbahnlinie denn auch als ingenieurtechnische Meisterleistung – insbesondere das Teilstück über die Teufelsnase. Diesen Abschnitt mit den damaligen Mitteln zu bauen, grenzte an ein Wunder. Oder war es andersrum? Man müsse schon mit dem Teufel paktieren, um hier eine Bahntrasse errichten zu können, waren sich einige der Ingenieure sicher. Nichtsdestotrotz wurde das Teilstück vollendet, doch unzählige Bauarbeiter verloren dabei ihr Leben. Aufgrund dessen und wegen seiner Form kam der Felsen über der Rio-Chanchan-Schlucht zu seinem Namen: Nariz del Diablo. Für den Niedergang der Zugverbindung sorgten in den folgenden Jahrzehnten unter anderem der Strassenbau und Umweltschäden.

Zu neuem Leben erweckt

Zur Freude von Eisenbahnenthusiasten und Reisenden wurden in den letzten Jahren viele nicht mehr betriebene Eisenbahnstrecken instandgesetzt. Dazu zählte auch der Abschnitt Alausi-Sibambe – eindeutig der erlebnisreichste. Bezwingen kann der Zug die Teufelsnase bloss dank mehreren am Berghang errichteten Spitzkehren. So zuckelt die Nostalgie-Bahn jeweils bis zum Ende der Trasse nach Norden, wechselt das Gleis und fährt rückwärts wieder in die entgegengesetzte Richtung. Dieser Ablauf wiederholt sich, bis die Dampflokomotive und ihre Holzwagons das steinerne Hindernis erklommen haben respektive unten auf der anderen Bergseite angelangt sind. Die Teufelsnasenbahn bietet nicht nur grandioses Landschaftskino, sondern auch ein bisschen Nervenkitzel. Denn der Abgrund beginnt direkt unter dem Zugfenster. Nicht ganz so abenteuerlich, aber ebenfalls ein Fest für Augen und Fotokameras ist eine Fahrt mit dem Freiheitszug – von der im Norden der Anden gelegenen «weissen Stadt» Ibarra nach Salinas. So eindrucksvoll die an den Zugfenstern vorbeiziehenden Panoramen auch sind, Ecuador hat noch sehr viel mehr zu bieten. Dank den Anden und der Lage am Äquator verfügt das südamerikanische Land über fünf Klimazonen und punktet dadurch mit einer Fauna und Flora der Extraklasse. Und die Galapagos-Inseln sind in Sachen Artenvielfalt sowieso eine Klasse für sich!

Ecuador – nicht nur für Eisenbahnromantiker

Unsere kombinierte Rund- und Schiffsreise beginnt buchstäblich mit dem Höhepunkt: Quito – die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Eingebettet in eine majestätische Gebirgswelt besticht die Stadt des ewigen Frühlings nebst ihrer Lage auch durch koloniale Prachtbauten. Alt-Quito wurde daher schon 1978 von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen – als erste Stadt der Welt. Dennoch gibt man Höhepunkte nicht in Höhenmetern an und so folgen auf dieser Reise noch viele weitere. Dazu zählen Begegnungen mit der indigenen Bevölkerung genau so wie die Beobachtung von Riesenschildkröten, Seebären und Urzeitechsen. Denn nach Ihrem Reiseerlebnis auf dem Festland kreuzen Sie auf einer Yacht durch ein auf dieser Welt einzigartiges Tier- und Naturparadies: die Galapagos-Inseln. Aufgrund dessen zählt diese Reise zur Kategorie Kombi-Reise mit Schiff – eine Bezeichnung, die nicht nur in Bezug auf die Fortbewegungsmittel Programm ist. So kombiniert sie nicht nur unterschiedliche Reisearten, die sich ergänzen und gegenseitig aufwerten, sondern auch ein besonders grosses Spektrum an Reiseerfahrungen.


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