Bilderbuchküste mit Sonnengarantie

Dramatisch ins Meer abfallende Felsklippen, pittoreske Dörfer, Lagunen, in denen sich scharenweise Flamingos tummeln und ein Hinterland wie aus einer anderen Zeit – darum lieben Reisende die Algarve. Deren Küste zählt nicht nur zu den sonnigsten von Europa, für manche ist sie gar die schönste.

Wegen der strategisch günstigen Lage zwischen Mittelmeer und Atlantik stand der südlichste Landstrich Portugals schon in der Antike im Fokus fremder Völker: Die Phönizier zählten im Laufe der Zeit genau so zu den Eroberern wie die Römer und Mauren. Und alle haben ihre Spuren hinterlassen. Das Vermächtnis letzterer ist nach wie vor unverkennbar. Algarve leitet sich denn auch vom arabischen Wort Al-Gharb ab, was Westen bedeutet. Noch heute hört man gelegentlich, die Algarve sei ein Stück Afrika, das die Mauren in Europa zurückgelassen hätten. Wie dem auch sei – das Auge freut’s! Ihr Erbe findet sich nicht nur in Architektur und Kultur, sondern auch in der Natur. Denn mit Hilfe ihres ausgeklügelten Bewässerungssystems verwandelten sie den Küstenabschnitt in einen farbenfrohen Garten.

Blühender Schnee

Bereits im Winter kündigt der «Schnee der Algarve» die bunte Farbenpracht des Frühlings an. Dabei handelt es sich um Abertausende weisse bis zartrosa Blüten der aus Nordafrika stammenden Mandelbäume. Ein maurischer Prinz soll sie gepflanzt haben, damit seine Lieblingsfrau den Schnee ihrer Heimat nicht vermisste. Ebenfalls maurischen Ursprungs ist der Brauch, die Häuser blendend weiss zu kalken. Die Mauren haben zweifellos einwandfreie Vorarbeit geleistet, doch noch mehr zur heutigen Anziehungskraft trägt wohl die Sonne respektive das angenehme Klima bei. Das Wohlfühlwetter verdankt der Landstrich nebst seiner südlichen Lage zwei weiteren Faktoren: Zum einen dem Einfluss des Atlantiks, der extreme Sommerhitze mildert und zum anderen bilden zwei Gebirgszüge im Hinterland eine natürliche Barriere gegen ungemütliche Wetterfronten aus dem Norden. Das Resultat lässt sich sehen: 3’000 Sonnenstunden im Jahr.

Bis ans Ende der Welt

Dank der geografischen Lage war die Algarve auch in der Vergangenheit ein ganz besonderes Stück Land respektive Europa. So markierte sie damals das südwestliche Ende der Welt. Dass die Erde keine Scheibe ist, ist längst bekannt. Doch am von Wind und Wellen umpeitschten Cabo de Sao Vicente, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes, ist noch etwas von der Sehnsucht und Neugierde zu spüren, welche die Menschen einst gefühlt haben dürften, als sie aufs Meer hinaus blickten und rätselten, was hinter dem Horizont des Ozeans liegen würde. Schon die Anfahrt zum Kap passt zur damaligen Vorstellung vom Ende der Welt: Um so näher man ihm kommt, desto karger wird die Landschaft und rauer der Wind. Ein schönes Fotomotiv bildet an der Landspitze Europas leuchtstärkster Leuchtturm, der auf über siebzig Meter hohen Felsklippen thront und seit bald zweihundert Jahren den Urkräften der Natur trotzt. Wild und von rauer Schönheit ist auch die Costa Vicentina nördlich vom Cabo de Sao Vicente. Über lange Strecken präsentieren sich deren endlos erscheinende Strände fast menschenleer. Den Wind im Gesicht, die salzige Meeresluft in der Nase und das Rauschen der Brandung im Ohr – die Costa Vicentina ist ein Eldorado für Strandspaziergänger.

Eine Küste – zwei Gesichter

Von einer ganz anderen Seite zeigt sich die Südküste, die sich auf 150 Kilometern in die Fels- und Sandalgarve unterteilt. Malerisch sind sie beide, wobei sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Westen säumen breite Sandstrände die Felsalgarve, wo sich aber auch kleine Buchten verstecken und Sandsteinfelsen wie exorbitante Skulpturen aus dem smaragdgrünen Meer ragen. Einfach aufzuspüren sind hingegen die Kleinstädte, die Anfang und Ende der Felsalgarve kennzeichnen: Lagos und Faro. Die Hafenstadt Lagos blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Hier liefen die Schiffe der ersten Entdecker und Seefahrer mit Elfenbein und Gold aus Afrika ein. Auch Faro – mit 60'000 Einwohnern die grösste Stadt der Algarve – hat ihren Reiz; insbesondere deshalb, da die Einheimischen hier quasi unter sich sind. Eine Stadt mit viel portugiesischem Flair, kalkweissen Häuserfassaden und einer pittoresken Altstadt. Östlich von Faro besticht die Küste wiederum mit einem komplett anderen Gesicht. Bis fast zur spanischen Grenze zieht sich das Haffgebiet Ria Formosa – ein von Ebbe und Flut geprägtes Wattenmeer. Und ein Paradies für Ornithologen! Denn hier brütet eine Vielzahl seltener Vögel; darunter auch Exoten von weit her: Flamingos. Da das Haffgebiet unter Naturschutz steht, konnte sich die östliche Algarve-Küste ihren ursprünglichen und ruhigen Charakter bewahren. Eine Augenweide sind dank Dünen, Lagunen und Salzgärten auch die dem Festland vorgelagerten Sandinseln.

Wie aus der Zeit gefallen

Portugals Südküste wird oft mit der Algarve als Region gleichgesetzt, doch zur Algarve zählt auch das Hinterland – zum Glück! Ein wunderschöner Flecken Erde, der die Küste landschaftlich und kulturell ergänzt oder quasi noch das i-Tüpfelchen eines Reiseziels bildet, das sonst schon nicht geizt mit seinen Reizen. So locken im Hinterland die menschenleeren Bergzüge der Serra de Monchique, Weingüter und von bunt gesprenkelten Blumenteppichen überzogene Hügellandschaften sowie die für die Algarve charakteristischen weissen Dörfer. Hier ist die ursprüngliche Algarve noch gegenwärtig. Eine vom Tourismus fast unberührte Welt, die bisweilen aus der Zeit gefallen zu sein scheint und ein ideales Kontrastprogramm zu den geschäftigen Küstenstädten bildet.

In den vergangenen Jahrhunderten war es in erster Linie die strategisch bedeutsame Lage der Algarve, die sie in den Fokus verschiedener Völker rückte. Auch heute zieht sie Menschen aus aller Herren Länder an; doch die Gründe, hierher zu kommen, haben sich vervielfacht.

All dies und vieles mehr bietet unsere Algarve-Erlebniswoche; Entdecken und Erholen stehen dabei in einem ausgewogenen Verhältnis. Eine Reiseformel, bei der sich wiederholtes Kofferpacken zudem erübrigt, da Sie die ganze Woche im gleichen Erstklasshotel gastieren.

Haben Sie noch Fragen oder Fernweh bekommen? Dann zögern Sie nicht, uns unter der Gratis-Telefonnummer anzurufen: 0800 835 800. Oder schreiben Sie uns ein Mail. Wir beraten Sie gerne!

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