N wie Namenskorrektur: Heidi ist nicht gleich Adelheid!

Wenn Flugpassagiere nicht abheben und dennoch in die Luft gehen, ist etwas schiefgelaufen. Schuld daran sind meist die üblichen Verdächtigen: Flugausfälle, Streiks, Überbuchungen. Doch auch eine zu spät entdeckte Diskrepanz zwischen dem Namen auf dem Flugticket und dem Namen im Pass kann ordentlich Turbulenzen verursachen. Welcher Namen auf dem Flugticket stehen muss, wüsste theoretisch fast jeder, doch Theorie und Praxis fliegen manchmal in getrennten Klassen.

Kostspielige Fehler

So vergeht auch im Vögele Reisen Team selten ein Tag ohne Namensanpassung. Ist das Ticket noch nicht ausgestellt, können wir die Änderung vornehmen – ohne dass uns die Fluggesellschaften Zusatzkosten belasten. Für den uns entstandenen Arbeitsaufwand fällt aber eine Bearbeitungsgebühr an. Bemerkt der Kunde jedoch erst nach Ticketausstellung, dass die Namen auf Ticket und Pass nicht identisch sind, ist eine Namenskorrektur und eine erneute Ticketausstellung oft unumgänglich und die Fluggesellschaft kassiert dafür eine Gebühr – manchmal bis zu 250 Franken. Aber immerhin kann der Kunde, nachdem der Fehler behoben worden ist, seine Reise antreten.

Drei Kostproben aus der Praxis

Wenn aber beispielsweise Adelheid mit einem Flugticket einchecken will, das auf Heidi lautet und sie dies ausserhalb der Öffnungszeiten unserer Airline-Partner tut, ist es möglich, dass das Flugzeug ohne sie abhebt. Für uns Schweizer ist zwar klar, dass sich Heidi von Adlheid ableitet, aber eine chinesische Check-in-Mitarbeiterin sieht das womöglich etwas anders. Nicht weit kommen wird auch Hans Mustermann, der bei der Buchung bloss seinen zweiten Vornamen Max angegeben hat, da ihm Hans schon als kleines Kind nicht gefallen hatte und er daher seit vielen Jahren nur noch mit Max angesprochen wird. Auch ins Schwitzen kommen wird Frau Meier, die bei der Buchung noch Müller hiess und darauf als Verheiratete einen neuen Pass hat ausstellen lassen ohne uns zu benachrichtigen. Auf dem Ticket steht übrigens MUELLER und nicht Müller, denn das Flug-Alphabet kennt keine Umlaute, übrigens auch keine Bindestriche.

Portugiesische Namensbomben

Demnach bitten wir die Kunden, uns immer alle im Pass stehenden Namen anzugeben, obschon dies nicht für alle Destinationen zwingend nötig ist. Sowieso ist die Anzahl an Zeichen im Flugticket beschränkt: Die Portugiesin Aveleira Heloísa Fernandes Pereira Dias Carvalho würde ihr Ziel deshalb auch mit halb so vielen Namen erreichen. Portugiesen können übrigens bis zu sechs Namen im Pass stehen haben (beispielsweise zwei Vornamen und von jedem Elternteil beide Nachnamen). Als Leitname gilt in der Regel der letzte Vor- und Nachname. Natürlich kann auch uns mal ein Fehler unterlaufen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Namen auf der Reisebestätigung und dem Flugticket immer kontrolliert werden. Dies erhöht die Chance auf einen Reisebeginn ohne unliebsame Überraschungen um ein Vielfaches.

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