F wie Flugdisposition: Wo «Luftakrobatinnen» mit Flugplätzen und Fristen jonglieren

Während die Schweiz unter der Hitze ächzt und schwitzt, befassen sich unsere zwei Flugdisponentinnen schon mit der Vorweihnachtszeit – respektive mit dem Flugkontingent im Dezember. Denn auch sie machen sich noch keine Gedanken über Brunsli-Rezepte und Wichtelgeschenke, müssen aber in den kommenden Wochen bereits das Kontingent für unsere «Adventstage» reduzieren.

«First Minute» ist das neue «Last Minute»

Je nach Fluggesellschaft haften wir bereits nach dem 1. Release (erste Rückgabefrist) für bis zu 80 Prozent der Plätze – egal ob wir sie verkaufen oder nicht. Um Ihnen ein bestmögliches Preis-/Leistungsverhältnis bieten zu können, müssen wir solche Verluste vermeiden. Darum tun wir alles, um sogenannte Leerplätze zu verhindern und retournieren je nach Buchungsverlauf einen Teil der Flugplätze. Ist unser Kontingent einmal ausgeschöpft, können wir in der Regel zwar wieder Plätze dazukaufen, dies ist aber nicht selten mit teils hohen Aufpreisen verbunden. Denn sinkt die Verfügbarkeit, steigt der Preis. Aus diesem Grund kaufen wir unser Flugkontingent zum frühestmöglichen Termin ein: fast ein Jahr im Voraus – wenn das Flugzeug quasi noch leer ist. Somit gilt: Wer früh bucht, der reist günstiger. Und wer bei uns früh bucht, der profitiert zudem noch vom Sofort-Preis und vom Treue-Rabatt.

Organisatorische Luftakrobatik auf dem Bürostuhl

Wenn Sie schlussendlich im Flugzeug Ihren Sitzplatz einnehmen, haben unsere beiden «Luftakrobatinnen» der Flugdispo diesen zuvor fast ein Jahr lang verwaltet und sich im Schnitt zehnmal mit Ihrem Flug befasst. Die Flugdisposition verwaltet jährlich tausende von Flugplätzen und muss im Jahr weit mehr als 2’000 Fristen einhalten. Wie für Luftakrobaten kann ein kleiner Fehler auch in der Flugdispo grosse Auswirkungen haben, daher arbeiten die zwei Mitarbeiterinnen sehr exakt und mit mehreren Kontrollmechanismen. Genickbrüche zählen aber glücklicherweise nicht zu ihrem Berufsrisiko.

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