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Viamonda Reisejournal

Gstaad-Saanenland

Bergidylle für Fortgeschrittene

Nicht viele 3000-Seelen-Dörfer sind bis weit über die Landesgrenze bekannt. Gstaad schon. Und mit gutem Grund!

Der Wandel zum Weltdorf begann bereits im 18. Jahrhundert mit Reiseerzählungen über den «Liebreiz des Tals». Obschon diese über zwei Jahrhunderte alt sind und die Formulierung etwas aus der Mode gekommen ist, trifft sie heute noch genauso zu. Das offene Tal, in dem Gstaad liegt und überhaupt das ganze Saanenland bieten Frieden und Alpenidylle wie aus einem Heimatfilm: Kristallklar und gemächlich plätschert die Saane vor markanten Berggipfeln durchs Tal, das von saftig grünen und sanft geschwungenen Hügelzügen durchzogen ist, auf denen sich mit Geranien geschmückte Chalets malerisch in die Landschaft einfügen.

Bergsommer im SaanenlandBergsommer im Saanenland

Panorama-Liege auf der WispilePanorama-Liege auf der Wispile

Chalets gehören zum Saanenland wie die Glocke zur Kuh. Um Bausünden zu vermeiden und den ursprünglichen Charakter der Dörfer zu bewahren, ist der Chalet-Baustil hier gar Vorschrift. Auch Gstaad tanzt da nicht aus der Reihe. Eine Ausnahme bildet jedoch das Gstaad Palace Hotel, allerdings keine, die stört – im Gegenteil. Die Nobelherberge ist quasi Gstaads Wahrzeichen. Der Anblick des über den Chalet-Dächern thronenden «Türmchenschlosses» widerspiegelt zudem, was Gstaad so reizvoll und besonders macht: Hier verbünden sich Heimatstolz und Weltoffenheit, Tradition trifft auf Innovation und das Lebensgefühl internationaler Bonvivants vergangener Zeiten vermischt sich mit Schweizer Qualitätsbewusstsein und der Bodenständigkeit des Berner Oberlandes.

Gstaads ehemalige Durchfahrtsstrasse lockt heute als autofreie Flanierpromenade

Gasthof Bären in Gsteig – ein Motiv, das sich in vielen Fotokalendern findet

Come up, slow down: So wirbt Gstaad-Saanenland-Tourismus für die Ferienregion. Und in diesem Fall verspricht die Werbung nicht zu viel. Hoch über dem Alltag kann man hier hervorragend herunterkommen – den Duft von gemähten Alpwiesen in der Nase, das Glockengebimmel grasender Kühe in den Ohren und vor Augen ein Bergpanorama, das Reisende aus aller Welt anlockt.

Genauso schön wie im gleichnamigen Lied: der Lauenensee. Hier lässt sich “wyt weägg vom Lärm vo dr Stadt” ausgezeichnet abschalten

Exportschlager Saanegiess: Dank Ihrer unangefochtenen Milchleistun gilt sie rund um den Globus als Stammrasse praktisch aller “Hochleistungs”- Milchziegen

 

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