Weltwunder zum Anfassen

Sieben vom Menschen geschaffene Wunderwerke wurden nach einer globalen Abstimmung quasi befördert und gelten seither als die sieben Weltwunder der Neuzeit.

Den Grundstein für die antiken wie auch die neuen Weltwunder bildete ein über zweitausendjähriger «Reiseführer»: eine vom phönizischen Dichter Antipatros von Sidon verfasste Aufzeichnung mit den herausragendsten Bauwerken der damaligen Zeit. Da das Epigramm jedoch bloss Bauten enthielt, die im zweiten Jahrhundert v. Ch. noch erhalten waren und die Füsse für Antipatros oft das einzige Transportmittel darstellten, fiel die Ausbeute etwas mager aus. Die antike «Liste» zählte nur sieben Bauwerke – alle im Mittelmeerraum und in Vorderasien angesiedelt.

Im Olymp der Bauwerke

Kennen Sie die sieben Weltwunder der Antike? Wenn Sie nicht alle aufzählen können, sind Sie in guter Gesellschaft. Erhalten geblieben sind sowieso nur die Pyramiden von Gizeh und zudem gibt es seit dem 07.07.07 die sieben Weltwunder der Neuzeit. Pluspunkt der neuen: Sie existieren nicht nur in Geschichtsbüchern, sondern auch physisch. Ausserdem sind die «Weltwunder zum Anfassen» in einer grossangelegten Abstimmung erkoren worden, an der sich gegen hundert Millionen Menschen rund um den Globus beteiligten. Initiiert hatte sie übrigens der Schweizer Filmemacher Bernhard Weber. Zur Wahl standen zweihundert Bauwerke. 77 schafften es sozusagen ins Halbfinale – darunter auch die Luzerner Kappelbrücke. Eine internationale Fachjury ermittelte anschliessend 21 Finalisten, worauf die Welt sieben Bauwerke in den Olymp der Bauwerke hob.

Vier der Weltwunder der Neuzeit können übrigens auf unseren Reisen bestaunt werden. Deren Namen sind in den folgenden Bildlegen unterstrichen. Klicken Sie darauf und Sie gelangen zum entsprechenden Angebot inkl. Reiseprogramm.

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Monumentaler Liebesbeweis: Das Taj Mahal in Agra ist ein gigantisches Mausoleum, das ein indischer Grossmogul für seine 1631 verstorbene Liebe bauen liess.

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Kolossal: Das im ersten Jahrhundert errichtete Kolosseum in Rom ist das grösste je gebaute Amphitheater der Welt.

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In Stein gemeisselt: Die legendäre Felsenstadt Petra ist das Vermächtnis der Nabatäer, die sich vor über zweitausend Jahren im Süden Jordaniens niederliessen.

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Stadt in den Wolken: Die sagenumwobene im 15. Jahrhundert erbaute Inkastadt Machu Picchu besticht nicht nur durch ihre gut erhaltenen Ruinen, sondern auch durch ihre atemberaubende Lage in über 2400 Meter Höhe in den Anden.

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Jungspund der Weltwunder: Der 1931 fertiggestellte Cristo Redentor ist zwar nicht die grösste Statue, geniesst aber wohl den schönsten Ausblick. Thront die dreissig Meter hohe Christus-Statue doch auf dem Corcovado mit Sicht auf Rio de Janeiro und den Atlantik.

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Gegen Eindringlinge: Die Chinesische Mauer ist das grösste und längste Bollwerk der Welt – 8800 Kilometer misst die Mauer. Zum Vergleich: Die Flugstrecke Zürich – Peking beträgt knapp 8000 Kilometer.

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Dem Gott der Auferstehung geweiht: Die vor schätzungsweise tausend Jahren errichtete Tempel-Pyramide des Kukulcán sticht insbesondere durch ihre Symmetrie ins Auge und ist die Hauptattraktion der Maya-Stadt Chichén Itzá auf der Halbinsel Yucatán.


Sollten Ihnen noch nicht alle Namen der antiken Weltwunder eingefallen sein, so helfen wir Ihnen zum Schluss gerne auf die Sprünge. Antipatros‘ «Liste» enthielt folgende Bauwerke: das Grabmal des König Mausolos II, die Hängenden Gärten von Babylon, der Koloss von Rhodos, der Leuchtturm von Pharos, die Pyramiden von Gizeh, der Tempel der Artemis und die Zeus-Statue des Phidias.

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