St. Moritz-Oberengadin

Dem Himmel so nah, dem Alltag so fern

Allegra! – so grüsst man sich im Engadin. Und der rätoromanische Gruss ist zugleich ein Wunsch, der für Feriengäste in Erfüllung gehen dürfte. Denn er bedeutet: Freu dich!

Markus Fleischli | 12. Mai 2020

Gründe sich zu freuen, gibt es im Oberengadin mehr als Wanderwege. So lockt das Hochtal mit über 320 Sonnentagen, Sommerfrische, reiner Bergluft und einzigartigem Licht, Bergbächen so klar wie Glas sowie stattlichen mit Sgraffito-Ornamenten verzierten Engadinerhäusern, die an Schellen-Ursli erinnern. Gewaltige Gebirgszüge umgeben das von eiszeitlichen Gletschern modellierte Tal – ohne aber eine bedrückende Enge zu erzeugen. Stattdessen fühlt man sich hier frei und dem Himmel zum Greifen nah.

Mittendrin in der grandiosen Gebirgslandschaft liegt auf über 1800 Meter Höhe St. Moritz – einer der traditionsreichsten und höchstgelegenen Kur- und Ferienorte der Welt. St. Moritz gilt zwar als Wiege des alpinen Wintertourismus und trug zweimal die Winterolympiade aus, doch zu internationalem Renommee schaffte es das Bündner Bergdorf schon früher als Sommerdestination. Bereits im 19. Jahrhundert avancierte San Murezzan dank seiner Heilquellen zum sommerlichen Luftkurort.

Die schon vor über 3000 Jahren entdeckten Mineralquellen sprudeln noch immer, buhlen aber längst nicht mehr allein um die Gunst der Gäste. Denn das heutige Angebot an Freizeitmöglichkeiten lässt keine Wünsche offen. Und so findet selbst in und um St. Moritz jedes Budget sein Ferienvergnügen. Die schönsten Erlebnisse dürfte sowieso die Natur bereithalten – wie eine Wanderung durch die nach Harz duftenden Arvenwälder, ein Bad im Bergsee mit Panoramasicht oder der Anblick der Lärchenbäume, die im Herbst für einen Goldrausch sorgen. Unbezahlbar, aber gratis!

Ob Erlebnis oder Erholung, das Oberengadin bietet beides und ist wie geschaffen, um ein paar Tage die Seele baumeln zu lassen. Das Hochtal ist ein Ort der Inspiration, dessen Schönheit schon Giovanni Segantini, Friedrich Nietzsche und Richard Wagner ein Grund zur Freude war.

Fotos: Engadin St. Moritz Tourismus

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Markus Fleischli

ist Journalist und arbeitet als Texter für Vögele Reisen. Privat und beruflich hat er gut 50 Länder bereist, über die er im Vögele-Newsletter regelmässig berichtet. Nach zehn Jahren im Print-Journalismus führte ihn seine Begeisterung für den Tourismus 2011 zurück in die Reisebranche, wo seine berufliche Laufbahn begonnen hatte.

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